Am 2. Juni 1967 wurde der Pazifist Benno Ohnesorg, bei einer Demonstration, von dem Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras erschossen. Dies führte zur Radikalisierung der damaligen Studentenbewegung. Die Medien versuchten sofort die Tat zu vertuschen:
Bildzeitung:
Berliner Morgenpost:
Später mussten die Medien aufgrund der Beweislast umschwenken:
Berliner Morgenpost:
Welt am Sonntag:
Bis heute blieb der Mord ungeklärt, Kurras wurde Freigesprochen. Nun gibt es neue Indizien, die allesamt auf einen Angriff unter falscher Flagge hinweisen. Der Todesschütze Kurras war Hochrangiger Stasispion. Die Akten hier zu wurden bisher in Groß Britannien aufbewahrt. Unsere Medien empfinden diese Tatsache als brisant, können jedoch kein Motiv der DDR ausmachen. Es wird viel Wert drauf gelegt, dass jeder Zusammenhang deutlich abgestritten wird.
RP-Online:
Keine Motive? Westdeutschland wurde über Jahre hinweg Opfer von Terror und Gewalt. Dies wurde vom Osten massiv ausgenutzt um Systemkritik zu betreiben, um so die eigenen Bürger vom Staat DDR zu überzeugen.
Problem-Reaktion-Lösung:
Verdeckte Operationen von Geheimdiensten werden teilweise unter falscher Flagge durchgeführt, etwa um unbeteiligte Dritte zu diskreditieren. Dies geschieht häufig im Zusammenspiel mit dem gezielten Einsatz von Desinformation, siehe zum Beispiel Gladio. Ein Zusammenspiel von Geheimdiensten und Medien ist also keine Seltenheit. Auch der 11.September, die Anschläge in London, Bali und Madrid stehen unter diesem Licht. Im Fall Benno Ohnesorg ist der Versuch Desinformationen zu verbreiten offensichtlich und die Beteiligung des Geheimdienstes, nach 42 Jahren, bestätigt.